Schlecky Silberstein dreht ein Video über meine Telekom Story

Teile die Geschichte, damit auch andere von der Telekom erfahren

Diese Geschichte hat Schlecky Silberstein den Anstoß gegeben eine Parodie über die Telekom zu machen

Update - AktuellEs ist für mich nur noch zum Lachen. Nachdem ich mich beinahe 6 Monate über die Telekom aufregen musste kam der folgende Stein ins Rollen.

Mir ist klar das die Telekom das alles überhaupt nicht lustig findet, dennoch muss man fairerweise sagen das es an der Zeit ist etwas in der Richtung zu machen. Ich habe über diese Geschichte viele andere Personen kennengelernt, die ebenfalls mit der Telekom Probleme gehabt haben…. mehr dazu aber in meiner Geschichte


Die Geschichte

Und täglich grüßt das Murmeltier – Problembehebung mit der Telekom

Im Oktober 2015 fing eigentlich alles an. Ich, ein junger Affiliate-Marketing Typ, bekam nach langem Warten endlich die Nachricht, dass mein Büro bald mit DSL 100 von der Telekom versorgt werden könnte. Endlich könnte ich effektiv Marketing bei YouTube betreiben, Bilder hochladen und und und.

VDSL Verfügbarkeit

Ich hatte bereits auf meiner Website http://www.wimpern-ratgeber.de/ mit Video-Marketing begonnen und dafür Messen besucht und Experten interviewt, doch die Videos im Anschluss hochzuladen war eine echte Produktionsbremse. Tagelang konnte ich nicht richtig online arbeiten, da mein Upload komplett blockiert war.

Als ich zum ersten Mal feststellte, dass ich DSL 100 bekommen könnte, habe ich mich sehr darüber gefreut. Ich erinnere mich noch genau an die Situation. Es war nach einer langen Silvesternacht und ich kämpfte mich grobmotorisch an meinem Smartphone durch die Website der DSL Verfügbarkeitsprüfung und siehe da, ab dem 01.01.2016 sollte es endlich verfügbar sein. Während alle um mich herum frühstückten und sich über alles unterhielten, musste ich erstmal den DSL Anschluss sichern.

Und so kam es dann, dass ich schnell per E-Mail die Bestätigung für meinen Anschluss bekam, der am 05.01.2016 freigeschaltet werden sollte. Ich konnte es kaum fassen, also rief ich direkt bei der Telekom an und fragte ob dieser Termin denn definitiv sei. Dort sagte man mir, dass ich mich auf die System-Email verlassen könne und bald zu den glücklichen Menschen mit VDSL 100 gehören würde.

Toll dachte ich und bat um einen Telekom-Techniker, da noch einiges an meinem Anschluss zu machen war, damit die Bereitstellung erfolgen konnte. Nachdem dieser schon zwei Tage später bei mir war und auch meinen neuen Router (Fritzbox 7490, extra dafür angeschafft) anschloss, war alles bereit. Nun müsse nur noch der Schalter am DSL Kasten umgelegt werden.

Das Murmeltier stellt sich vor

Es war nun also der 05.01.2016. Ich änderte einige Stecker am Router, so dass ich es schnell sehen würde, wenn der Anschluss erfolgreich war. An diesem Dienstag passierte den gesamten Tag über rein gar nichts. Man meldete sich nicht bei mir und auch das „immer richtig liegende Computersystem“ schickte mir keine automatische Nachricht. Da begann ich damit, mich etwas verarscht zu fühlen.

First Contact mit einer anderen Lebensform – Supportmitarbeiter der Telekom

„Alles kein Problem, Sie bekommen Ihren Anschluss schon bald. Leider hat irgendetwas mit der Bereitstellung nicht geklappt (ach wirklich!?) aber ich sehe hier schon den neuen Termin. Am 12.01. wird vormittags alles vom Techniker gemacht.“

  • Ich hatte damals ja keine Ahnung wie wenig Qualität in den Aussagen der Telekom- Mitarbeiter stecken. Ich glaubte was die nette Dame am Telefon sagte und geduldete mich nochmals um eine Woche.

Dann war es endlich soweit und ich wartete… und wartete… und rief den Support wieder an, denn es war jetzt 14 Uhr und das schien mir nicht mehr vormittags zu sein.

„Herr B. bitte gedulden Sie sich etwas! Der Anschluss kann bis 21:00 Uhr freigeschaltet werden. Wenn bis morgen nichts passiert sein sollte, können Sie mich gerne nochmals anrufen.“

Ich war schon etwas verärgert und ich wäre noch verärgerter gewesen, wenn ich gewusst hätte, dass es für mich als Kunden gar nicht möglich ist, zu dieser Dame durchgestellt zu werden. Es ging wieder nur darum die akute Situation zu beschwichtigen, auch wenn es im Endeffekt zu noch mehr Ärger führen würde.

Natürlich passierte an diesem Abend rein gar nichts mehr. Deshalb rief ich die Telekom am nächsten Vormittag gleich wieder an. Dieses Mal hatte ich wieder eine sehr nette Frau am Telefon. Sie fragte mich, wie ich denn auf den 12.01. kommen würde, denn es sei laut System der 13.01. für die Anschluss-Freischaltung vorgesehen. Ich sollte mich beruhigen und im Laufe des Tages würde dann alles kommen.

  • Na dann bin ich mal gespannt, dachte ich schon etwas sarkastisch.

Und auch an diesem Tag… Nichts…

Also musste ich wieder die Telekom anrufen. Dort versicherte mir dieses Mal ein Herr, dass es ihm unendlich leid tue, aber man könne mir den Anschluss erst am 21.01. freischalten.

  • Ich dachte nur noch: „Leckt mich doch alle am Arsch“.

Ich habe den Herrn gefragt, wie das denn sein könne. Darauf entgegnete er, dass sie gerade sehr viele Anschlüsse bereitstellen und Techniker nicht wie Sand am Meer zu Verfügung stehen würden. Das sei zwar bedauerlich, aber ein Anschluss sei ja nichts lebensnotwendiges.

Was eine Lebensweisheit und dann verschwendet dieser Herr seine Lebenszeit am Telefon, anstelle Menschen die Philosophie näher zu bringen. Schade, so vergeudetes Talent.

 

Ich wartete also wieder eine Woche und natürlich passierte nichts. Bei diesem Anruf klärte ich den Mitarbeiter über eine meiner neuen Verschwörungstheorien auf. Ich vermutete, dass das „Telekom-System“ automatisch bei Nicht-Einhalten eines Termins jedes Mal sieben Tage später einen neuen Termin setzt. Diese Theorie gefiel dem Telekom-Mitarbeiter nicht, doch ich blieb dran und nachdem der Mitarbeiter gezwungen war sich meinen Fall genauer anzusehen, sagte er mir in etwa folgendes:

„Also Sie hatten recht damit das etwas schief gelaufen ist. Die Buchung des Anschlusses ist bei Ihnen nicht möglich, da DSL bei Ihnen nicht verfügbar ist. Die Buchungen sind mehrfach ins Leere gelaufen und nun befindet sich Ihr Fall in einer Art Deutschland-Zentrale für solche Fälle.“ Ich müsste mich nun ca. drei Wochen gedulden, aber dann müsste ich auch zügig den Anschluss bekommen.

Während ich also wartete und mich auch schon nicht mehr mit diesem „Saftladen“ beschäftigen wollte, klingelte es am 07.02. an der Tür. Ein Mann und eine Frau mit Klemmbrettern unter den Armen warteten vor der Tür. Ich dachte im ersten Augenblick an die Zeugen Jehovas, doch da der Mann eine dunkle Jacke mit einem Telekom Logo trug, gab ich dem Ganzen eine Chance und hoffte darauf, dass es keine neue Masche der Weltuntergangsfanatiker war.

Dies sollte nun der Moment sein, in dem sich mir erschloss was schief gelaufen war. Die beiden Herrschaften verkündeten genau wie Zeugen Jehovas irgendwelche Dinge. Auch wenn es dabei mehr um Entertainment ging usw. …. aber da die Telekom-Mitarbeiter ja ebenfalls an ihr „großes System“ glauben, kann man es schon als eine Art Religion verstehen. Jedenfalls sagte man mir, dass der DSL Kasten seit heute aktiv sei und man mich schon am nächsten Tag anschließen würde.

Meine Mundwinkel wurden schief und das ganz ohne Schlaganfall. Da ich schon längst die Religion hinter mir gelassen hatte und nicht mehr an das „große System“ glaubte, begann ich ketzerisch nachzufragen, wie das denn sein könnte. Ich konnte ja schließlich am 01.01.2016 bestellen….

Das konnte man dort nicht glauben. Ihr Gott – das System – hatte einen Fehler gemacht? Nie im Leben!

Also nahm die gläubige Telekom-Mitarbeiterin ihr Handy in die Hand und überprüfte meinen Fall und stellte fest, dass es so war wie ich beschrieben hatte. Doch bevor sie mein Haus gebrochen verließ, verriet sie mir noch, dass man mich so natürlich doch nicht am Freitag anschließen könnte.

Dann gingen die Telekom-Mitarbeiter wieder.

Schon interessant. Das bedeutet also das ich wegen eines Systemfehlers bestellen konnte, obwohl der DSL-Kasten erst im Februar ans Netz ging.

 

Mich überraschte nun gar nichts mehr. Natürlich regte mich das alles auf. Ich beschloss von nun an richtig penetrant zu sein und jeden Tag bei der Telekom anzurufen und nachzufragen wie es denn um meinen Fall stünde.

Am dritten Tag und nach der vierten Telekom-Mitarbeiterin wurde mir eines ganz klar. Auch wenn sich die Mitarbeiter ähnlich wie in einer Religion immer auf ihr heiliges System berufen, so scheinen sie nicht gerade daran zu glauben, denn in jedem dieser vier Gespräche sollte ich meinen Fall beschreiben, da das System, laut Mitarbeiter, für den Telefon-Support ja keine richtigen Informationen bereithalten würde. Das klang erschreckend logisch gedacht für jemanden den ich für religiös gehalten hatte, da er/sie sich immer nur auf das „Heilige System“ berufen hatte und damit Schandtaten begründete. Nein, in einer wahren Religion würde man das nie einsehen.

Nach 46 weiteren Telefonaten die finale Botschaft

Am 17.03. kam die Post mit der Nachricht, dass in der „Fehlerbehebung“ festgestellt wurde, dass DSL aus „technischen Gründen“ bei mir nicht möglich sei.

Ich rief wieder an und fragte nach, ob es denn niemanden bei diesem Brief stutzig machen würde, dass ich von 1 und 1, Congstar und anderen Anbietern die mit zur Telekom gehören, einen DSL 100 Anschluss beziehen könnte.

Man entgegnete mir, dass das nicht sein könnte. Nachdem der Supportmitarbeiter es selbst bei den unterschiedlichen Anbietern probierte, räumte er ein, dass es ihn auch stutzig machen würde und er glaube das ein Fehler vorliegt. Ich könnte DSL bekommen, er hätte jedoch keine Möglichkeiten mir weiterzuhelfen, da mein Fall einzeln geprüft werden würde.

Ab diesem Zeitpunkt war der Anschluss mit meiner Hausnummer laut Verfügbarkeitsprüfung auch nicht mehr mit Internet versorgt. Obwohl ich nach wie vor DSL 16000 hatte.

Es war klar, jemand hatte da mal wieder Scheiße gebaut und falsche Datenbankeinträge gemacht, die mein Leben von nun an sogar gar nicht mehr mit Internet versorgen sollten.

Ich kündigte den Anschluss.

Einen Monat später meldete sich ein Telekom-Mitarbeiter der meine Kündigung verhindern sollte. Er verstand mein Problem und machte mir ein Angebot. Ich sollte für ein halbes Jahr 50% weniger zahlen, damit ich wenigstens die Umrüstungskosten wieder drin hätte (ich bestellte ja zu Beginn einen Techniker). Doch leider genügte mir sein Angebot nicht. Ich wollte für meine Arbeit einen DSL 100 Anschluss und den könnte ich ab Oktober (denn man ließ mich vorher nicht aus dem Vertrag), nach Wechsel zu einem anderen Anbieter, bekommen. Man gab mir jedoch noch den Tipp in den lokalen Telekom Shop zu gehen. „Manchmal könne man dort mehr erreichen“. Also stellte ich mich dort vor und schilderte Problem. Dann etwas womit ich nie gerechnet hätte! Der Telekommitarbeiter fragte mich danach ob ich es im Internet bestellt hätte und das hatte ich natürlich. Dann hielt er mir vor das ich damit den Einzelhandel kaputt machen würde und er nichts an mir verdient. Daher würde er mir nicht helfen. Schon interessant wie bei der Telekom wirklich niemand an einem Strang zu ziehen scheint.

 

Die erstmals positive Wende dank Social Media

Ich nutze Twitter eigentlich nie und ich mag auch Hashtags nicht besonders, aber man muss schon zugeben, dass man mit den richtigen Mitteln #Telekomhilft ganz schön unter Druck setzen kann. Mir kam im Mai die Idee, ein Panoramabild meiner Straße aufzunehmen und mit Photoshop für alle sichtbar zu machen, wie lächerlich das Ganze war.  Man bat mich recht schnell telefonisch das Bild zu entfernen und versprach mir, dass man sich um meine Angelegenheit kümmern würde. Ich ließ das Bild als Erinnerung im Netz, bis das Problem gelöst sein würde.

Ab diesem Zeitpunkt hatte ich eine persönliche Supportmitarbeiterin die sich mehrfach mit mir in Verbindung setzte und schon nach zwei Wochen stand fest, dass ich endlich noch schnelleres Internet bekommen würde.

Doch auch hier sollte die Quantität der Telekom-Mitarbeiterin wieder im Wege stehen. Ich sollte nun sogar DSL 200 (Speed Option) bekommen. Dies sei technisch möglich und könnte von ihr gebucht werden.

Am Tag der Freischaltung setzte ich mich erneut mit ihr in Verbindung, da der Anschluss jetzt „nur“ DSL 100 hatte. Sie sicherte mir zu, sich darum zu kümmern. Nach drei Tagen meldete ich mich bei ihr, da sie es vergessen hatte. Von meinem Standpunkt aus nicht schlimm, nur menschlich. Dann teilte sie mir mit, dass sie mich nicht ärgern wolle, aber es sei doch nur 100 verfügbar.

Wen überrascht dieses Ende da noch?

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